Der Drahomán-Übersetzerpreis und der neue Kanon übersetzter ukrainischer Literatur
Veröffentlicht am %2026
Schlagwörter
- Ukrainische Literatur,
- Literaturübersetzung,
- Drahomán-Übersetzerpreis,
- Kanonbildung
Abstract
In dem Beitrag wird der Drahomán-Übersetzerpreis als eine der zentralen Maßnahmen zur internationalen Verbreitung ukrainischer Literatur unter die Lupe genommen. Anhand der Titel der Longlist und der Entscheidungen der Jury (2020–2025) werden hier wichtige Trends in den Übersetzungsströmen und der sich abzeichnenden Bildung eines Kanons aufgezeigt. Besonderes Augenmerk wird auf die neue Sichtbarkeit klassischer Autor*innen, insbesondere von Taras Ševčenko, gelegt. Der Beitrag argumentiert, dass der Drahomán-Preis nicht nur als Fachpreis fungiert, sondern als ein Mechanismus des dekolonialisierten literarischen Transfers, der eine neue Konfiguration des ukrainischen Exportkanons jenseits überlieferter kolonialer Interpretationsrahmen ermöglicht.
Zitationsvorschlag
Copyright (c) 2026 Chrystyna Nazarkewytsch (Autor/in)

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