Bd. 107: N. Borisova / G. Drews-Sylla / R. Makarska / I. Wutsdorff (Hgg.): Kulturelle Vernetzungen. Festschrift für Schamma Schahadat
Vernetzte Sprachen und Kulturen – Übersetzen

Übersetzen als Fiktion. Translatorisches Schreiben bei Vladimir Vertlib, Olga Grjasnowa, Jan Himmelfarb, Dmitrij Kapitelman und Lena Gorelik

Veröffentlicht am %2026

Schlagwörter

  • Übersetzung,
  • Mehrsprachigkeit,
  • jüdische Literatur,
  • Selbstermächtigung,
  • Übersetzerfiktionen

Abstract

Der Beitrag setzt sich mit Übersetzungen und dem Bild von Übersetzer*innen in Texten von in der Sowjetunion geborenen, auf Deutsch schreibender Autor*innen auseinander. Er untersucht, wie Übersetzung mit Identitätsfragen verknüpft und zu einer zentralen Metapher für die Erzählung translingualer und transnationaler Beziehungen wird. Translatorisches Schreiben dient auch dazu, die Verschränkung von Übersetzung und Migration hervorzuheben und Selbstermächtigung sowie Sichtbarkeit zu symbolisieren. Der Artikel zeigt, wie Übersetzungsprozesse durch Protagonist*innen, die Übersetzer*innen sind, durch Pseudoübersetzung und exponierte russische Wörter sichtbar gemacht werden. Diskutiert werden Texte von Lena Gorelik, Olga Grjasnowa, Jan Himmelfarb, Dmitrij Kapitelman und Vladimir Vertlib.

Zitationsvorschlag

Tippner, A. (2026) “Übersetzen als Fiktion. Translatorisches Schreiben bei Vladimir Vertlib, Olga Grjasnowa, Jan Himmelfarb, Dmitrij Kapitelman und Lena Gorelik”, Wiener Slawistischer Almanach - Sonderbände, 107, pp. 201–214. doi:10.5282/ebkrjn84.