Bd. 107: N. Borisova / G. Drews-Sylla / R. Makarska / I. Wutsdorff (Hgg.): Kulturelle Vernetzungen. Festschrift für Schamma Schahadat
Vernetzte Texte – Intertextualität

Geste und Gender des Gedichts: Die Verkörperung in der zentral- und osteuropäischen Avantgardepoesie

Veröffentlicht am %2026

Schlagwörter

  • Avantgarde-Lyrik,
  • Verkörperung,
  • Geste,
  • Schauspielerin,
  • Gender

Abstract

Der Artikel untersucht, wie die avantgardistische Lyrik Mittel- und Osteuropas den Körper in den Vordergrund rückt und dabei Performance, Gestik sowie visuelle Elemente zu einer Erfahrung energiegeladener und befreiter Körperlichkeit vereint. Die Dichter der Avantgarde nahmen Konzepte der verkörperten Kognition (Embodied Cognition) vorweg, stellten traditionelle Geschlechterrollen infrage und forderten vom Publikum aktives Engagement und Energie, um ihre Gedichte nachvollziehen zu können. Der Aufsatz beleuchtet die erotischen und intellektuellen Signale dieser poetischen Formen, hebt das subversive Potenzial der Avantgarde-Kunst hervor und widmet sich neben den Dichtern auch den Performerinnen ihrer Gedichte, Irena Solska und Helena Buczyńska.

Zitationsvorschlag

Mrugalski, M. (2026) “Geste und Gender des Gedichts: Die Verkörperung in der zentral- und osteuropäischen Avantgardepoesie”, Wiener Slawistischer Almanach - Sonderbände, 107, pp. 23–42. doi:10.5282/7116e285.