Übersetzung als Form der Intertextualität, Intertextualität als Form der Übersetzung: Konzeptuelle, theoretische und theoriegeschichtliche Verwandtschaften
Veröffentlicht am %2026
Schlagwörter
- Intertextualität,
- Übersetzung,
- Geschichte der Theorie,
- interpretatives Verstehen,
- Dialog
Abstract
Der Beitrag untersucht die Beziehung zwischen Übersetzung und Intertextualität aus konzeptueller, theoretischer und theoriegeschichtlicher Perspektive. Er zeigt, dass beide Phänomene als Formen des Verstehens und kultureller Sinnbildung eng verwandt sind und dass ihre Theorien sich in vergleichbare Grundausrichtungen unterteilen lassen – in eine enge textanalytische, eine weite textontologische und eine kulturkritische. Darüber hinaus macht der Beitrag deutlich, dass die historischen Entwicklungen beider Diskurse miteinander verflochten sind: Während die Intertextualitätstheorie aus einem Prozess sprachlicher und konzeptueller (Fehl-)Übersetzung hervorgeht, entwickelt sich die Übersetzungstheorie im fortwährenden intertextuellen Dialog mit ihrer eigenen Tradition. Damit erweist sich das Verhältnis von Übersetzung und Intertextualität nicht als bloße Analogie, sondern als wechselseitige Verwiesenheit zweier grundlegender Formen sprachlicher und kultureller Vermittlung.
Zitationsvorschlag
Copyright (c) 2026 Valentin Peschanskyi (Autor/in)

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